www.oliverkraus.de

MAinspitze
23.02.2017 Von Markus Jäger

Neu interpretierte Lieblingsstücke JAZZCAFÉ Gitarrist Oliver Kraus bringt seine „Unplugged Favorites“mit

RÜSSELSHEIM - „Ich komme immer wieder gerne ins Rind, weil man hier super neue Sachen ausprobieren kann.“ Mit dieser kleinen Liebeserklärung an das Rüsselsheimer Kulturzentrum begrüßte der Frankfurter Jazz-Gitarrist Oliver Kraus mit seiner Band rund 50 Besucher im Jazzcafé zum Konzert „Unplugged Favorites“. Der Dauergast, der bereits seit vielen Jahren immer wieder den Weg ins Jazzcafé findet, hatte sich mit Phil Wibbing (E-Piano), Christian Spohn (Kontrabass) und Ralf Göldner (Schlagzeug/Perkussion) einmal mehr hochkarätige Unterstützung geholt. Mit einer Mischung aus Kraus’ eigenen Kompositionen und einigen seiner Lieblingsstücke aus der Welt des Rock und Pop begeisterte das Quartett das Publikum. Weiterlesen> 


10.03.2015 von Markus Jäger

Gitarrist Oliver Kraus präsentiert im „Rind“ die CD „Island of Xo“

RÜSSELSHEIM - In den Anfangsjahren des "Jazzcafés" Mitte der neunziger Jahre trat er fast wöchentlich im "Rind" auf, jetzt kehrte Gitarrist Oliver Kraus nach längerer Abstinenz mit einem CD-Realease-Konzert in das Rüsselsheimer Kulturzentrum zurück. "Island of Xo" heißt der neue Tonträger, den Kraus in Quartett-Besetzung vor rund 70 Besuchern präsentierte und dabei einen begeisternden Auftritt hinlegte. Schon der fulminante Opener und titelgebende Song der CD ließ spüren, welche Energie und Spielfreude in dem Album steckt. Weiterlesen>

 

Jazzpodium
Dezember 2007 von Volkmar Joswig

Oliver Kraus- Subways

Jeder Mensch braucht einen Lieblingsmusiker. Oliver Kraus aus Frankfurt wäre mit Sicherheit eine gute Wahl. Wer diesen tollen Gitarristen noch nicht kennt, dem sei das neue Album „Subways“ besonders ans Herz gelegt. Ein Werk das für deutsche Jazz-Blues-Rock-Musik neue Maßstäbe setzt, weil es schwierige Symbiosen schafft zwischen sanften Melancholien und einer anspruchsvollen Vielfalt, in der mit Leichtigkeit Genregrenzen übersprungen werden. Der Frankfurter ist ein vielseitiger Musikstratege. Er versteht sich auf die hohe Kunst des E-Gitarrenspiels, gehaltvoll und vielschichtig, ohne sich in Jazzexperimente zu verstricken. Beeinflusst von Gitarristen wie Scot Henderson oder Larry Carlton strebt er gerne auch in andere Richtungen. Im aktuellen Quartett, dem Steffen Stütz, Fender rhodes, Moog, Wolfgang Ritter, Fender jazz bass und Marco Bruckdorfer, Drums, angehören, pulsiert der Geist aus einer Mischung von ausgefeilten Arrangements und spontaner Session-Athmosphäre. Die Musiker bedienen sich mit viel Spielfreude, fantastischer Frische und Kreieren einen abwechslungsreichen Klangkosmos mit immer neuen Überraschungen. Besonders eindrucksvoll belegen das die aussagekräftigen Bluesnummern „Odd meters“ und „Cool runnings“ oder die wunderschön verträumten Balladen „Song for...“, „4:00 a.m.“ und „Interspace“. Gastmusikerin Carola Grey, Drums, gibt nochmal richtig Feuer, schlägt moderne Sounds und zeigt, dass sie ihr Handwerk versteht.Mit großer Intensität gibt Oliver Kraus mit seiner Band dem einzigen Covertitel auf der CD „Cantaloupe Island“ von Herbie Hancock eine Qualität, die einen im Atem hält. Die Virtuosität des Frankfurter Gitarristen hat mit großer Begabung und Fingerfertigkeit zu tun, aber durch sein Album zieht sich auch ein roter Faden, der die rockige Seite des Künstlers mit viel Einfühlungsvermögen und Melancholie ausbalanciert. Oliver Kraus und Band spielen intelligente Musik, jenseits von ödem Mainstream auf unverkrampfte und kunstfertige Art. „Subways“ ist ein Album, an dem sich andere deutsche Musiker zukünftig messen lassen müssen.

Artikel als .JPG ansehen

Gitarre & Bass
März 2009 von Arnd Müller

Ein spannendes instrumentales Jazz-Rock-Album schickt uns der Frankfurter Gitarrist Oliver Kraus. Auf 'Subways' geht sofort der satte crunchige Gitarren-Ton ins Ohr, wie überhaupt diese Studio- Aufnahme eher eine ungekünstelte Live- Atmosphäre ausstrahlt. Der Profimusiker sieht sich beeinflusst von Ikonen wie Scott Henderson und Larry Carlton, steht aber auch auf die Pianisten Chick Corea und Herbie Hancock, wobei von letzterem mit 'Cantaloupe Island' die einzige Cover-Version der Platte stammt, die übrigens sehr knackig und funky ausgefallen ist. Außerdem durfte sich hier Drummer Ralf Göldner als geschmackvoller Solist austoben. Überhaupt gibt es viele Drums-Breaks oder vertrackte Unisono-Läufe von Gitarre und Bass zu bestaunen. Und da ist natürlich noch das virtuose Spiel des Band-Leaders, (der Endorser von Stoll Guitars ist), das trotz aller Arpeggien und flotten Tonleiter-Kaskaden ein tieferliegendes Blues-Feeling zeigt, wenn gebendet oder der Ton stehen gelassen wird. Musik mit einer Portion Rock-Energie, die das Ganze nie steril oder gesetzt wirken lässt. Einer allzu starken Gitarrenlastigkeit wird entgegengewirkt durch die Freiräume für die beiden weiteren Beteiligten, Bassist Wolfgang Ritter und Steffen Stütz am Fender Rhodes E-Piano und am Moog, die sich ebenfalls virtuos in Szene setzen können. Ein erfrischendes Quartett, ein gelungenes Album.

Allgemeine Zeitung Mainz
vom 08.07.2008
Eine vollwertige Rock-Formation - "Subways" eröffnen "Jazzcafé" im Stadtpark

Von André Domes-RÜSSELSHEIM

Am Mittwoch war Oliver Kraus mit dem Projekt "Just Friends" im "Kultursommer"-Programm der "Strandbar" als hochklassige Ersatzband eingesprungen, und am zurückliegenden Sonntag folgte am Pavillon im Stadtpark der reguläre Beitrag des Gitarristen aus Offenbach, der mit seinem Quartett "Subways" die Reihe von vier "Jazzcafé"-Konzerten unter freiem Himmel eröffnete. Vom durch wechselhaftes Wetter nur mittelmäßigen Besuch ließen sich die Musiker nicht beeindrucken und zeigten neben großer Spielfreude immense handwerkliche Präzision.
Diese stellen bei "Subways" mit Keyboards, Bass, Gitarre und Schlagzeug eine vollwertige Rockformation, und das aus gutem Grund. Denn soundtechnisch marschieren Kraus und seine drei Kollegen Steffen Stütz (keyb), Wolfgang Ritter (b) und Ralf Göldner (dr) oft zielstrebig in rockige Richtungen, fusionieren jazzige Denkweise, Rock-Energie und die spieltechnische Souveränität erfahrener Studio-Profis.
Gerade Letzteres ist, so wird schon nach den ersten Takten unüberhörbar deutlich, eine der zentralen Qualitäten des Quartetts. Denn ob Eigenkomposition, Standard oder bearbeitetes Fremdmaterial, es spielt eigentlich keine Rolle, was sich die Herren zur Grundlage nehmen. Denn eine unleugbare Tatsache ist, dass "Subway" den charakteristischen Sound in jedem Falle produziert.
Alleine schon das Fundament besticht durch erdbebensichere Bauweise und eine kreative Groovearbeit, die sich selbst unter Vollprofis nur selten so quirlig und facettenreich ausformt wie zwischen Wolfgang Ritter und Ralf Göldner. Zwischen funky, bluesig oder rockorientiert wechseln die beiden Rhythmusbeauftragten wie auf Knopfdruck und geben dem Gesamtgefüge so eine dynamische, zu keiner Zeit aber hektische Basis.
Eher in die andere Richtung arbeitet Steffen Stütz an den Keyboards, dessen oft flächig angelegten Harmonien Kontrast liefern, andererseits als intelligent agierendes Bindeglied zwischen Rhythmus und Melodie in der klassischen Rolle des Harmonieinstrumentes aufgehen - Soli sind davon bei ihm nicht ausgeschlossen.
Obenauf ist meist Oliver Kraus, der technische Vielfalt auf dem Griffbrett ebenso unter Beweis stellt wie Stilsicherheit und Geschmack, ein Genuss, wie man es auch dreht und wendet. Denn trotz aller instrumentaler Finesse in den "Subways"-Nummern bleibt das Hauptaugenmerk die Aussage.

 

März 2008

vom Many Bachinger

Der Gitarrist Oliver Kraus kann auf reichlich Erfahrung zurückblicken. So hat der staatlich anerkannte Berufsmusiker und Instrumentalpädagoge für Jazz- und Popularmusik sich in diversen Projekten einen Namen gemacht. Zudem ist er für den Instrumentenbauer Stoll als Endorser auf Messen und Konzerten unterwegs. Auf seiner neuesten Solo-CD „Subways“ verwirklicht er seine Vorstellung von der perfekten Fusion-Instrumentalscheibe.

Nach seinem ersten Album „The Grand Day Out“, welches eine Patchworkproduktion mit 13 Musikern und unzähligen Instrumenten war, wollte der Frankfurter Komponist und Gitarrist eine CD produzieren, die mit kleiner Besetzung und lediglich einem Sound auskommt. Der Schwerpunkt sollte auf instrumentalen, stimmungsvollen Gitarren-Songs liegen, die im Zusammenspiel eine Geschichte erzählen. Für den ersten titel „Pneumatic Hammer“ konnte Oliver Kraus sogar Carola Grey an die Drums holen, die mit ihrem powervollen Schlagzeugspiel die nötige Energie für diesen Song geliefert hat. Die musikalische Backline besteht aus den Musikern der Formation „4am“ aus Darmstadt, die als Trio bereits hervorragend eingespielt waren und bekannt sind durch ihre Zusammenarbeit mit Edu Zanki, Bob Mintzer, Thomas Anders, Marla Glen, Paddie goes to Hollyhead, u.v.a.

Herausgekommen ist eine tolle Fusionscheibe, die sich keineswegs vor der internationalen Konkurrenz verstecken muss. Geschmackvolle Songs, die mitunter durchaus an Vorbilder wie Shredhead Greg Howe erinnern, entführen den Hörer in verschiedenste Klangwelten.

Artikel als .JPG ansehen